Pentimento – ein System für nonverbale Kommunikation – vorgestellt beim Trainertreff Berlin Brandenburg

Um die Kunst der nonverbalen Kommunikation ging es beim ersten Abend des Trainertreffs Berlin Brandenburg am vergangenen Freitag. Beate Lüdke und Edmund Brzezinski stellten die Arbeiten des Amerikaners Michael Grinder vor. Der erforschte in den vergangenen Jahren 21 Muster nonverbaler Kommunikation. Für mich war das sehr spannend, denn viel habe ich mich bislang mit Mustern verbaler Kommunikation befasst: Mit den Arbeitspräferenzen nach Margerison und Mc Cann zum Beispiel, oder mit den Language and Behavior Mustern von Baleys und Charvet. Die nonverbale Kommunikation, die gerade in der Arbeit als Trainer entscheidenden Einfluss auf die Wirkung unserer Kommunikation hat, kam da bislang eher zu kurz. Die beiden Referenten haben mich beim Trainertreff sehr neugierig auf das System gemacht. Ein paar wenige Muster haben sie vorgestellt, uns Teilnehmer erarbeiten lassen. Beeindruckt hat mich zum Beispiel folgende Unterscheidung: Schon in den ersten Minuten können wir allein über die nonverbalen Signale beobachten, wer da in unserem Seminarraum sitzt: Grinder bietet zwei ganz einfach Unterscheidungen: Hunde und Katzen. Die Hunde nicken uns Referenten zu, suchen Blickkontakt, Kommunikation und Beziehung. Ganz anderes die Katzen. Sie halten sich eher zurück, suchen Herausforderungen und Gegner, mit denen es sich lohnt, sachlich zu kämpfen. Heute morgen hatte ich es eindeutig mit Hunden zu tun!

Als Fan hilfreicher Modelle weckte Pentimento mein Interesse. Habe mir auf der Website die zwei Bücher von Michael Grinder bestellt. Der Begriff Pentimento kommt übrigens ursprünglich aus der Kunst und beschreibt die Spuren auf Graphiken und Gemälden, die erkennen lassen, dass während der Produktion des Bildes Korrekturen am Werk vorgenommen oder andere Bilder übermalt wurden.

Was hinter dem Modell steckt, werde ich in den nächsten Wochen erkunden – und berichten. Vielen Dank für den schönen Abend beim Trainertreff!

Verweise

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