Mindestalter für Munterrichtsmethoden?

„Wie alt sollten die Lernenden sein, um mit den Munterrichtsmethoden gut arbeiten zu können?“ Mit der Frage nach einem empfohlenen Mindestalter für die Munterrichtsmethoden habe ich mich in den letzten Wochen immer wieder beschäftigt.

Ursprünglich entstanden die Munterrichtsmethoden in der Praxis der beruflichen Weiterbildung von Erwachsenen. Hier haben sie ihre Wurzeln. In Lernsituationen Erwachsener in Fort- und Weiterbildung, Ausbildung und Studium werden sie für unterschiedlichste Themen eingesetzt: Für Hardfacts im Rentenrecht oder den Wirtschaftswissenschaften ebenso wie bei den Softskills von Teamentwicklung bis Zeitmanagement.

Neben den vielen thematischen Einsatzfeldern in der Erwachsenenbildung beobachte ich mit Interesse, dass in einem ganz anderen Bereich eifrig mit den Munterrichtsmethoden experimentiert wird: Immer wieder nehmen Lehrerinnen und Lehrer an den Workshops teil, lesen die Bücher und berichten von ihren Munterrichtserfahrungen.

Dass mit den Methoden mit Schülerinnen und Schülern der weiterführenden Schulen gut gearbeitet werden kann, ist nicht neu. In vielen Kursen haben wir selbst mit Jugendlichen munterrichtet. Zum Beispiel bei unseren Seminaren zur Abiturvorbereitung im Bildungshaus Hechingen. Aber wie sieht das Ganze mit Grundschülern aus? Wo genau liegt die Altersgrenze? Was müssen die Schülerinnen und Schüler können, damit es mit den Methoden funktioniert?

Nach einem Munterrichstmethodenworkshop in Berlin haben wir in den letzten Wochen einige Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer gefragt, welches Mindestalter sie empfehlen. Hier ein paar Statements:

„Ich arbeite ausschließlich in Klasse 3. Für meine Klasen kann ich mir folgende Methoden vorstellen: Von A bis Z, Stimmt’s oder stimmt’s nicht?, Stuhlorakel, Blind entscheiden, Lehr-Lernrundgang, Schätzfrage, Wiederholungspost, Dingfest machen.“

„Bei den meisten Methoden müssen die Schüler lesen und schreiben können, sicher sein im Ausdruck. Daher ca. ab 4./5. Klasse. Manche auch erst ab Klasse 7.“

„1. Klasse ohne Schreiben. 5./6. Klasse Diskussionsmethoden. Ich glaube, die meisten Methoden sind für das Grundschulalter gut geeignet.“

Viele der befragten Lehrerinnen und Lehrer empfahlen als Mindestalter Klasse 3 und 4. Mich interessiert: Was sagen andere Grundschullehrer?

Ich bin neugierig und frage in die Weiten des Netzes. Welche Grundschullehrer haben Lust, sich die Munterrichtsmethoden anzuschauen und eine Altersempfehlung auszusprechen? Schreiben Sie mir eine Mail. (info@munterrichtsmethoden.de). Die ersten fünf Lehrer versorge ich mit einem Gratisexemplar der Munterrichtsmethoden und bin gespannt auf Ihre Einschätzung.

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