Archive for April, 2008

Methode des Monats April

Monday, April 7th, 2008

„Wie schaffe ich es, dass sich die Leute mit ihren Beiträgen kurz halten?“ Eine Antwort auf diese Frage, die Trainer, Dozenten und Moderatoren in unterschiedlichsten Situationen umtreibt, gab es im März hier im Blog: Sie lautete: „Stehend geht’s flotter“. Das ist tatsächlich meine Erfahrung. Mit der Methode des Monats im April liefere ich heute eine zweite Idee. Jetzt wird es brenzlig für alle Vielredner … Viel Vergnügen mit der „Flammenden Rede“!

„Flammende Rede“

Am Ende einer Einheit wünschen Sie sich ein kurzes Feedback aller Teilnehmer. Die Zeit ist knapp – gleich gibt es Mittagessen und die Köchin duldet kein Zuspätkommen. Dennoch wünschen Sie sich in den verbleibenden fünf Minuten ein kurzes Feedback von allen Lernenden. Eine schwierige Situation, denn manchen in der Gruppe fällt es schwer, sich kurz zu fassen. Mit der Flammenden Rede lassen sich munter beide Ziele verbinden: 10 kurze Statements in fünf Minuten und pünktliches Mittagessen. Sie erklären den Teilnehmern: „In wenigen Minuten gibt es das verdiente Mittagessen. Davor bitte ich Sie um ein kurzes Statement. Bitte blicken Sie auf die letzten Stunden. <Was war für Sie rückblickend besonders wichtig? Was beschäftigt Sie?>. Damit bis zum Mittagessen alle zu Wort kommen, machen wir es so: Wer an der Reihe ist, erhält die Streichholzschachtel. Bevor Sie mit Ihrem Beitrag beginnen, entzünden Sie ein Streichholz. Ihre Redezeit dauert, so lange das Streichholz in Ihren Händen brennt. Danach übergeben Sie die Streichhölzer an den Menschen, der weitermachen möchte. Wer als Erstes beginnen will, bekommt jetzt die Streichhölzer – und das Wort.“ Nach erster Überraschung geht es los. Kurz und prägnant benennen die Teilnehmenden ihre Eindrücke. Nach der letzten „Flammenden Rede“ beschließen Sie die Runde und wünschen einen guten Appetit. Es ist 13.00 Uhr – die Köchin kann servieren!

Aber Achtung: Bei größeren Gruppen mit vielen Teilnehmern und entsprechend vielen „flammenden Reden“ sollten Sie vor Start unbedingt prüfen, ob ein Rauchmelder dazwischen funken könnte …

Munterrichtsmethoden bei Tipps und Tools in Köln

Friday, April 4th, 2008

Schon zum zweiten Mal gibt’s bei der Veranstaltung „Tipps und Tools“ im schönen Köln in diesem Jahr ein Best-Off der Munterrichtsmethoden.

Der Tag für Trainer, Ausbilder, Lehrer und Referenten wird veranstaltet von Axel Rachow und Amelie Funcke. Die beiden und „Tipps und Tools“ haben mich im letzten Jahr begeistert: Viele interessante Vorträge, eine sehr angenehme Atmosphäre. Und noch heute erinnere ich mich an das Finale im letzten Jahr: Mit über 60 Leuten haben wir unter Anleitung zweier Musikcoachs getrommelt. Das war ein echtes Erlebnis.

Dieses Jahr kann ich im Programm gleich mehrere Highlights empfehlen: Evelyne Maaß von Spectrum Berlin stellt in einem Workshop die „Language an Behavior Profile“ vor. Die Muster sind auch für den Einsatz und die Anleitung der Munterrichtsmethoden prima. Dazu bald mehr hier im Blog.

Marc Tscheuschner und Karin Aurer von TMS Deutschland führen in das Modell Team Management Systems ein. Als engagierter TMS-Trainer kann ich die beiden natürlich uneingeschränkt empfehlen!

Und vom Schilling Verlag gibt es nicht nur einen Verlagsstand, sondern auch einen Live-Auszug aus dem Buch „Präsentieren mit Laptop und Beamer“.

Die Munterrichtsmethoden sind nach dem Mittagessen dran – der richtige Zeitpunkt für munteren Methodenschwung.

Weitere Infos zum Tag finden Sie hier. Es gibt exakt 100 Plätze, die im letzten Jahr flott ausgebucht waren.

Munterrichtsmethoden – auch für die Schule!

Tuesday, April 1st, 2008

Entwickelt wurden die Munterrichtsmethoden zunächst in der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung. Auch in Seminaren und Vorlesungen mit Studierenden sind viele der Methoden entstanden. Mit erwachsenen Lernenden haben sich die Methoden bei vielen Menschen bewährt und für munteres und erfolgreiches Lernen gesorgt. „Lassen sich die Methoden auf andere Zielgruppen übertragen?“ Diese Frage beschäftigt mich sehr. Über die Einschätzung von Arthur Thömmes von lehrerbibliothek.de freue ich mich daher besonders. Er schreibt:

“Zunächst richtet sich das Buch an Menschen, die Seminare durchführen. Ich möchte es aber auch ausdrücklich für die Unterrichtspraxis im schulischen Bereich empfehlen. Es liefert eine Vielzahl an kreativen und praktischen Ideen, um Schülerinnen und Schülern das Lernen von Inhalten schmackhafter zu machen.”

Die ausführliche Rezension zu den Munterrichtsmethoden finden Sie hier.